Künstlerportrait
Das Kunstwerk "Elan"
Elan, Ginestets erstes Großprojekt, ist eine Gestalt aus Mann und Frau
mit dynamischen in die Zukunft weisenden Schwimmbewegungen. Elan symbolisiert
ein Wesen, das in seinem eigenen Körper schwimmt und sich selbst und seine
Schwächen überwindet.

Die Entstehung |

Das Modell |

Die Modellierung |
Die Realisierung dieser anspruchsvollen Skulptur mit philosophischem
Hintergrund wird durch eine musikalische Komposition ergänzt, die interaktiv
auf den Besucher reagiert. Insgesamt hat Ginestet über 17.000 Arbeitsstunden
an diesem Projekt gearbeitet, es wurden 30 Tonnen Ton geschlagen, bearbeitet,
in Segmente geteilt und im Institut für Ziegelforschung in Essen gebrannt.

Der Aufbau |

Das Kunstwerk "Elan" |
Elan beschreibt den Ist-Zustand der Gesellschaft, in der die meisten Menschen
fremd bestimmt sind. Das wechselseitige Nichtverstehen führt zu einem wachsenden
Gewaltpotential zwischen Mann und Frau. Die klassischen Rollenklischees erweisen
sich in Deutschland als äußerst widerstandsfähig.
Ginestet bekräftigt die "Frauenfrage" durch ein Gedicht der portugiesischen
Dichterin Ibarbourou, "Pinien", das er als These zur Frauenfrage ansieht
und dem er als Antithese ein Gedicht von Margret Atwood entgegensetzt. Sarkastisch
ist ein weiteres Gedicht "Männerjubel" von Hölderlin hinzugefügt.
Angesichts solch widersprüchlicher Texte folgte auch der unvermeidliche
kollektive Aufschrei, als die MitarbeiterInnen der Postbank das erste Mal auf
diese Details aufmerksam wurden. Eine Betriebsversammlung und Proteste waren
die Folge. Diese Irritationen sollen durch den Elan jedoch bewusst provoziert
werden und Dinge sollen besprochen werden, wie sie sind. Ginestet: "Man
muss den Schmerz zulassen. Nur über die Verarbeitung des Schmerzes kann
ich ein realistisches, positives Lebensgefühl entwickeln".