Künstlerportrait

   
 Andrés Ginestet  
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Das Kunstwerk "Elan"

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Elan, Ginestets erstes Großprojekt, ist eine Gestalt aus Mann und Frau mit dynamischen in die Zukunft weisenden Schwimmbewegungen. Elan symbolisiert ein Wesen, das in seinem eigenen Körper schwimmt und sich selbst und seine Schwächen überwindet.


Die Entstehung

Das Modell

Die Modellierung

Die Realisierung dieser anspruchsvollen Skulptur mit philosophischem Hintergrund wird durch eine musikalische Komposition ergänzt, die interaktiv auf den Besucher reagiert. Insgesamt hat Ginestet über 17.000 Arbeitsstunden an diesem Projekt gearbeitet, es wurden 30 Tonnen Ton geschlagen, bearbeitet, in Segmente geteilt und im Institut für Ziegelforschung in Essen gebrannt.


Der Aufbau

Das Kunstwerk "Elan"
 
Elan beschreibt den Ist-Zustand der Gesellschaft, in der die meisten Menschen fremd bestimmt sind. Das wechselseitige Nichtverstehen führt zu einem wachsenden Gewaltpotential zwischen Mann und Frau. Die klassischen Rollenklischees erweisen sich in Deutschland als äußerst widerstandsfähig.
Ginestet bekräftigt die "Frauenfrage" durch ein Gedicht der portugiesischen Dichterin Ibarbourou, "Pinien", das er als These zur Frauenfrage ansieht und dem er als Antithese ein Gedicht von Margret Atwood entgegensetzt. Sarkastisch ist ein weiteres Gedicht "Männerjubel" von Hölderlin hinzugefügt.
Angesichts solch widersprüchlicher Texte folgte auch der unvermeidliche kollektive Aufschrei, als die MitarbeiterInnen der Postbank das erste Mal auf diese Details aufmerksam wurden. Eine Betriebsversammlung und Proteste waren die Folge. Diese Irritationen sollen durch den Elan jedoch bewusst provoziert werden und Dinge sollen besprochen werden, wie sie sind. Ginestet: "Man muss den Schmerz zulassen. Nur über die Verarbeitung des Schmerzes kann ich ein realistisches, positives Lebensgefühl entwickeln".