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Le Grand Louis ist eine aus Büchern recherchierte "Fotoarbeit", eine Serie,
präsentiert in einfacher Museumsrahmung. Nach der Digitalisierung verfremdete
ich die Pferde, zu einer Art nicht existierender "Metarasse", die durch den
unterschiedlichen, wichtigen oder unwichtigen, Kontext zum Bild entsteht. Diese
Rasse verkörpert für mich die kritische Auseinandersetzung mit der
Tatsache, daß ich immer noch einem ganz seltsamen Glauben an alte Bilder
anhänge, und mir stets die Frage stellen muß, inwiefern historische
Bilder, bzw. im übergeordnetem Sinne auch unsere aktuellen Abbildungen
der "Realität", authentisch sind. Sie sind auch Zeugnisse der gesellschaftlichen
Entwicklung, sozialer Veränderungen, geistiger Ansichten und moralischer
Denkweisen.
Das Pferd steht in einer langen, schon fast vergessenen und sich ständig
wandelnden Tradition zwischen Statussymbol und Arbeits- "Maschine", und existiert
so wie wir Menschen auch: einmal vom "Leben verhätschelt" und einmal vom
"Leben geprügelt".
Was die Jury über die "Preis-Bildserie" sagt, lesen Sie hier.