Von: Ruhrfestspiele Recklinghausen
Von den Taten des russischen Theaters
RUHRFESTSPIELE RECKLINGHAUSEN: Diese Ausstellung über das Theater, die Kunst und die Künstler im Russland der Jahrhundertwende zeigt im wesentlichen fotografische Dokumente der Zeit. sie wird so auch zu einem S treifzug durch die frühen Jahre der Fotografie, in der die Aufnahmen oft noch wie eine eigene Kunstform wirken, immer etwas unwirklich und wie schwebend über der Zeit.
Auf der Suche nach neuen Formen der Kunst spielte um die Jahrhundertwende in jedem europäischen Land eine jeweils andere Kunstgattung die Avantgarde. Dass in Russland Drama und Theater diese Vorreiterrolle übernahmen, ist ein außerordentliches historisches Phänomen. Denn in den Kreis der Theaternationen ist Russland mit großer Verspätung eingetreten. Während überall in Europa viel früher das Theater seine großen Triumphe feierte, ergötzte sich der russische Hof an dressierten Affen, Tanzbären und Gauklern. Noch zu Puschkins Zeiten waren die Schauspielensembles vor allem aus Leibeigenen gebildet, die sich manche russische Aristokraten als Statussymbol leisteten. Was für ein Weg: von einem Land mit einer unbedeutenden Theatertradition hin zu den Dramen Tschechows, den Inszenierungen Stanislawskis und Meyerholds und den Aufführungen des Moskauer Künstlertheaters, durch die Russland zum prägenden Impulsgeber fürdas europäische Theater des 20. Jahrhunderts wurde. Diese Ausstellung gibt ergänzende und spannende Einblicke in die Sternstunden der russischen Dramatik.
Kuratoren: Irena Evert, Alexandra Tychinskaya
Design: Olga Shaishmelashvili
Eröffnung: 4. Mai um 18.00 Uhr
Ausstellungsdauer: 4. Mai bis 16. Juni 2012
Öffnungszeiten: Jeweils eine Stunde vor und eine halbe Stunde nach den Vorstellungen im Ruhrfestspielhaus













