Marianne Kammertöns
|
Jasminweg 8 |
Zur Person:
Nach künstlerisch - malererischen Experimenten fand die Malerin über das anstehende aktuelle Ausstellungsthema VARUS Machtverlust-macht Gewinn, das bis dahin von sechs Malerinnen aus Haltern und Marl bestritten wurde, verstärkt zur Oelmalerei.
Ihr reduzierter, sehr eigenwilliger Malstil fand Zustimmung und so schloss sich Marianne Kammertöns der Gruppe an.
Mit der Ausstellung VARUS –Machtverlust -macht Gewinn, die 2009 im Alten Rathaus in Haltern am See, im Dattelner Hermann-Grochtmann-Museum und 2010 in der Galerie Kley in Hamm zu sehen ist, gibt die Künstlerin so zusagen ihr Ausstellungsdebüt.
Zu den Arbeiten von Marianne Kammertöns:
Ihre expressiv gemalten Bilder locken den Betrachter in ein ästhetisch faszinierendes unheimliches Geschehen. Man kann sich kaum der Schönheit ihrer Bilder zum Thema Varus, wie „Das Schimmernde Heer“ entziehen. Das Homogene einer Kohorte.
Wie ein einziger Körper marschiert das Heer eine Anhöhe hinauf. Man sieht nur die Reflexion der Sonne auf den Helmen. Den Legionär als Mensch ahnt man nur durch die kleinen aneinandergesetzten Farbflächen.
In den Arbeiten zum Kulturstadtjahr Ruhr 2010 entstand ein 5-teiliger Zyklus mit dem Titel „Kultur(t)raum". Marianne Kammertöns übermalt hier die großformatigen Fotografien von Ulrich Kammertöns und setzt so die Architektur von Kulturorten in Szene, in der sich die Menschen und ihre Umgebung zu einem ganzheitlichen surrealen, magischen Spiel vereinen.
Ihr Thema ist das kulturelle Leben in einer sich wandelnden Region, die zum einen auf einer noch vorzufindenden Industrie-Architektur aufbaut und zum zweiten die Menschen mitnehmen will in die Rätsel und Ungewissheiten der Zukunft. Und dies ist die Gegenwart, die die Künstlerin in einprägsamer Präsenz in ihren Bildern zum Ausdruck bringt.
In Arbeiten wie „Theatercafé" stellt sie Menschen dar, die nichts Alltägliches ausstrahlen, auch sie sind Theater. Es scheinen immer außergewöhnliche Situationen zu sein, in denen sie sich befinden, auch hier erlebt der Betrachter Kunst-Räume.
Ihre neuesten Arbeiten konzentrieren sich auf den einzelnen Menschen, wie es scheint in einem Rollenspiel, die Kleidung verbirgt in der üppigen, Stofflichkeit in raffinierter Maltechnik das eigentliche Wesen der dargestellten Person. Der Gesichtsausdruck bleibt rätselhaft und lässt auch an Geheimnisse fremder Kulturen denken.
Ulla Höpken





