Berufsunfähigkeit
Berufsunfähig - und was dann?
Wer durch Unfall oder Krankheit berufsunfähig wird, steht nicht selten vor dem finanziellen Ruin. Das machen sich nur die wenigsten klar, denn viele denken, sie seien im Ernstfall staatlich versichert bzw. durch die gesetzliche Rente geschützt. Doch das ist ein Irrglaube. Lesen Sie hier, was im Falle einer Berufsunfähigkeit auf Sie zukommt und wie Sie sich absichern können.
Schon seit einem Jahrzehnt sollte sich niemand mehr auf den staatlichen Schutz verlassen, denn die Rentenversicherung zahlt eine Rente wegen Erwerbsminderung nur unter ganz bestimmten, sehr eng gefassten Voraussetzungen. Eine volle Erwerbsminderung liegt z.B. erst dann vor, wenn der Betroffene weniger als 3 Stunden pro Tag arbeiten kann, unabhängig von seinem bisherigen oder gelernten Beruf. Die Leistungen selbst sind gegenüber früher stark zurückgefahren worden. Nur wer vor dem 2. Februar 1961 geboren wurde, erhält noch eine Berufsunfähigkeitsrente, die zwei Drittel der vollen Rente beträgt.
Berufsunfähigkeit kann jeden treffen, unabhängig von Beruf und Alter. Auch wer einer Bürotätigkeit nachgeht, kann durch eine körperliche oder psychische Erkrankung soweit beeinträchtigt werden, dass er keinem Beruf mehr nachgehen kann. Selbst für ein Kind ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung durchaus sinnvoll. Denn wenn es durch eine schlimme Erkrankung lebenslang nicht in der Lage sein wird, einen Beruf auszuüben, greifen keine sozialen Netze.
Eine Berufsunfähigkeitsversicherung schützt Sie vor solchen Unabwägbarkeiten. Dabei gilt wie bei fast allen Versicherungen: Je früher man sich versichert, desto geringer sind die Beiträge, desto besser der Versicherungsschutz. Die Verträge lassen sich oft flexibel gestalten, sodass z.B. der Rentenanspruch erhöht werden kann, wenn ein besser bezahlter Job angenommen wird und umgekehrt. Faustregel: Decken Sie etwa 80 Prozent Ihres derzeitigen Nettoeinkommens mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung ab.








