
Liebe Leserinnen, lieber Leser
liebe Kunstfreunde,
gute Ausstellungsorte sind für Künstler trotz der Dichte der Museumslandschaft und der Fülle an Veranstaltungs- Ausstellungsräumen immer schwerer zugängig. Einerseits hat der große „Freizeitbereich“ uns eine Fülle neuer junger und alter Maler, Zeichner und Bildhauer beschert, andererseits reicht die vorhandene Kapazität der Ausstellungsmöglichkeit nicht aus. Lange Vorlaufzeiten für Kunstausstellungen sind die Regel, die Liste der Wartezeiten wir immer länger.
Erschwerend kommt nun auch noch eine (wieder neue) Entwicklung hinzu, der Forderung nach Transparenz. Vorhandene Bausubstanz wird aufgebrochen, wo einst verlockende Wandflächen dem Künstler ein Forum boten, wird nun durch Glas eine „neue Offenheit“ präsentiert.
Und so schwindet das vorhandene Potenzial an Ausstellungsflächen immer mehr. Was bleibt, ist eine Museumslandschaft mit eigenen Regeln. Museen werden mehrheitlich von der öffentlichen Hand gefördert und finanziert und leiden zunehmend unter knappen Kassen der Gemeinden und Länder. Und wer das Glück hat, in einem Museum gezeigt zu werden, unterliegt gewissen Regeln. Der Durchschnitts-Künstler hat kaum eine Chance. Nun rückt der öffentliche Raum immer mehr in die Forderung.
Kunst auf öffentlichen Plätzen, Flächen, Flussauen, an Straßenkreuzungen und Verkehrsinseln, usw. In meinen kommenden Fortsetzungsberichten möchte ich der Problematik der Kunst im öffentlichen Raum nachgehen und vielleicht auch mal zur Diskussion anregen
Ihr
Ralph Herrmann